Editorial
Mancher Betrachter mag sich fragen, warum wir den unzähligen bereits bestehenden Webpräsenzen zum Thema “Was ist Fotografie?” noch eine weitere hinzufügen. Der Grund hierfür ist schlichtweg, dass für unser Verständnis einige wesentliche Gesichtspunkte des Themas durch das bestehende Angebot bisher nicht befriedigend erörtert worden sind. Ebensowenig sind bisher entsprechende Konsequenzen für den fotografischen Alltag gezogen worden.
Der ursprüngliche alleinige Zweck dieser Webpräsenz war es, der Öffentlichkeit zu erläutern, was wir für echte Fotografien halten (besuchen Sie “Unser Anliegen” um mehr darüber zu erfahren), und warum wir unsere Arbeiten als echte Fotografien bezeichnen. In der Vorbereitung dieser Seite haben wir jedoch festgestellt, dass es noch viele Aspekte dieser Thematik gibt, die eine weitergehende Erörterung verdienen. Wir haben deshalb entschieden, unsere Plattform für andere Themen, die im weiteren Sinne die Schaffung echter Fotografien berühren, zu öffnen.
Wir werden hier in Zukunft weitere Artikel veröffentlichen, von denen wir annehmen, dass sie wichtig oder auch nur interessant sind, vorausgesetzt, sie haben einen Bezug zum Inhalt dieser Website. Einige dieser Artikel mögen kontrovers sein. Wir legen deshalb Wert auf die Feststellung, dass der einzige hier veröffentlichte Inhalt, der die Meinung der Herausgeber widerspiegelt, die Seite “Unser Anliegen” ist. Alle sonstigen hier veröffentlichten Artikel geben die meinung ihrer jeweiligen Autoren wider.
In jedem Fall freuen wir uns auf lehrreiche und aufregende Diskussionen. Wir beginnen mit einem Artikel von Maris Rusis, der sich mit dem irreführenden -sich auch im deutschen Sprachraum immer weiter ausbreitenden- Begriff “Print” für mit traditionellen fotografischen Verfahren hergestellten Bildern befasst.
Ulrich Drolshagen
Jan N. Keyling